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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

vbw begrüßt Einführung der steuerlichen Forschungsförderung / Brossardt: „Fördersumme noch steigerungsfähig

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 Andreas Ebersperger
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Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt den Start der steuerlichen Forschungsförderung zum Jahresbeginn 2020. „Das ist ein wichtiger und richtiger Schritt für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Förderung hat nachweisbar positive Effekte auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (F+E) der Privatwirtschaft und verringert damit Nachteile im internationalen Steuerwettbewerb“, kommentiert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Deutschland war bisher eines von nur fünf OECD-Ländern, die Forschungs- und Entwicklungsausgaben nicht steuerlich fördern.

Die doppelte Begrenzung der Förderung auf 25 Prozent der F+E Personalkosten sowie 500.000 Euro im Jahr kann die vbw hingegen nicht nachvollziehen. „Als Standort im internationalen Forschungs- und Wissenswettbewerb müssen wir alles dafür tun, um attraktiv zu bleiben. Die aktuell vorgesehene Fördersummenbegrenzung führt bei großen Forschungsprojekten zu einem zu kleinen Fördereffekt – hier muss in einem zweiten Schritt dringend nachgebessert werden. Die Fokussierung allein auf kleine und mittlere Unternehmen greift zu kurz“, betont Brossardt.

Die vbw fordert, die noch näher zu bestimmenden Einzelheiten zur Beantragung der steuerlichen Forschungsförderung so einfach wie möglich zu halten. „Wir müssen überflüssigen Bürokratieaufwand vermeiden. Ansonsten wird die Förderung nicht wie gewünscht angenommen. Dabei ist Deutschland gerade jetzt dringend auf den Innovationsimpuls der steuerlichen Forschungsförderung angewiesen“, erläutert Brossardt.

Die vbw weist darauf hin, dass nur ab 2020 neu begonnene Forschungs- und Entwicklungsprojekte steuerlich gefördert werden können. Beantragt wird die Förderung dann Jahr für Jahr im Nachhinein. „Wer für ein neues Forschungs- oder Entwicklungsprojekt auf steuerliche Förderung setzt, der muss allerdings von Anfang an den damit verbundenen Personalaufwand dokumentieren. Ohne das kann die Förderung nicht bewilligt werden“, erklärt Brossardt.