Die bayerische Wirtschaft

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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Deutlicher BIP-Rückgang zeigt besondere Betroffenheit Bayerns von der Corona-Krise / Brossardt: „Jetzt Liquidität sichern und Wiederaufbau vorantreiben“

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 Andreas Ebersperger
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Der vom Bayerischen Landesamt für Statistik bekanntgegebene Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um sieben Prozent im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zeigt nach Einschätzung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., dass die bayerische Wirtschaft von den Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders betroffen ist.

„Bayern ist vor allem auch wegen seines deutlich größeren Industrieanteils stärker tangiert als andere Länder. So ist die Industrieproduktion des Freistaats im ersten Halbjahr 2020 um 14,1 Prozent zurückgegangen, darunter am stärksten die Automobil- und Zulieferindustrie mit -29,3 Prozent. Auch der Maschinenbau mit -11,2 Prozent und die Metallerzeugnisse mit -16,7 Prozent hatten erhebliche Einbrüche zu verzeichnen. Die bayerischen Exporte sind insgesamt im ersten Halbjahr um -17,9 Prozent zurückgegangen“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Auch das deutliche Umsatzminus in der Gastronomie (-35,3 Prozent) und bei den Beherbergungsbetrieben (-48,4 Prozent) hat laut Brossardt zu dem negativen Ergebnis erheblich beigetragen.

Zentrale Aufgabe bleibt es nach Einschätzung der vbw daher, das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. „Die Maßnahmen der Staatsregierung sind dazu richtig und zielgenau. Es gilt weiter, die Liquidität der Unternehmen zu sichern und den Wiederaufbau voranzutreiben. Das heißt auch, dass die Bundesregierung auf alles verzichten muss, was die Unternehmen belastet. Es darf insbesondere keine neuen bürokratischen Hemmnisse geben, wie sie derzeit mit dem Lieferkettengesetz und dem Unternehmenssanktionsrecht geplant sind“, so Brossardt.