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vbw relaunch/PresseCenter | Pressemitteilung

Corona lässt Zahl der Jobangebote in Bayern deutlich schrumpfen / Brossardt: „Rückgang trotz gleichzeitigem Fachkräftemangel in einigen Bereichen“

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 Andreas Ebersperger
Andreas Ebersperger
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Coronabedingt liegen die Arbeitslosenzahlen in Bayern 2020 im Schnitt höher als im Vorjahr. Damit einher geht ein deutlicher Rückgang der Zahl der offenen Stellen. Besonders stark sind hiervon der Maschinenbau und die Metallerzeugung, die Mechatronik und der Bereich Energie und Elektro betroffen. Hier gingen die Stellenangebote im 3. Quartal 2020 um jeweils über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Am stärksten in Mitleidenschaft gezogen waren der Tourismus sowie Tätigkeiten in Hotels und Gaststätten (-44 Prozent). Das zeigt das „Arbeitsmarktbarometer Bayern“, das die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf der Grundlage von Zahlen der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit vierteljährlich erstellt.

Die vbw weist aber darauf hin, dass das Thema Fachkräftesicherung gleichzeitig aktuell bleibt. „Wir steuern demografisch bedingt auf einen Arbeitskräftemangel zu. Nach der Bevölkerungsprognose des Bayerischen Landsamts für Statistik sinkt die Zahl der 16- bis 60-Jährigen ab diesem Jahr und wird bereits 2025 um zwei Prozent unterhalb des Referenzwertes von 2015 liegen, 2035 sogar um sechs Prozent. Insbesondere die Zahl der jungen Menschen nimmt spürbar ab. Ohne die hohe Zuwanderung der letzten Jahre wäre diese Entwicklung noch weitaus stärker“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

So gibt es nach wie vor in Bayern viele Berufe, bei denen rechnerisch auf jeden Arbeitslosen eine gemeldete offene Stelle kommt. Trotz des deutlichen Minus bei den offenen Stellen gilt dies zum Beispiel weiterhin für Mechatroniker, Energie- und Elektroberufe. Auch bei Bauplanungs- und Vermessungstätigkeiten, im Hoch- und Tiefbau sowie in den Gesundheitsberufen entfällt im Schnitt eine angebotene Stelle auf jeden Arbeitslosen. Sehr gut ist die Lage auch bei Informatikern und anderen IKT-Berufen. Hier kommen auf jede offene Stelle rechnerisch 1,6 Arbeitslose, bei Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen sind es 2,2. Wenn man zugrunde legt, dass den Arbeitsagenturen nur jede dritte offene Stelle auch tatsächlich gemeldet wird, ist das Delta sogar noch größer.

Brossardt zusammenfassend: „Wir haben derzeit eine tiefgreifende Krise, die Arbeitsplätze kostet. Langfristig aber kämpfen wir gegen den Fachkräftemangel. Wer gut qualifiziert ist und in Berufe mit hoher Nachfrage strebt, hat in Bayern weiterhin beste Chancen. Unsere Unternehmen bieten den jungen Menschen langfristig gute Perspektiven und ein attraktives Arbeitsumfeld.“