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Letzte Aktualisierung: 18. August 2026

Studie

Exportposition Bayerns in der EU

 Volker Leinweber
Volker Leinweber
Geschäftsführer, Leiter der Abteilung Volks- und Außenwirtschaft
Telefon +49 (0) 89-551 78-133 Mobil +49 (0) 173-573 89 25
Exportposition Bayerns in der EU

Die EU ist ein wichtiger und stabilisierender Handelspartner des Freistaats. Allerdings ist der Marktanteil Bayerns in vielen Ländern in den vergangenen Jahren gesunken.

Über die Hälfte der Exporte gehen in die EU

Im Jahr 2025 gingen 54 Prozent der bayerischen Warenexporte in die 26 anderen EU-Staaten. Die Bedeutung der EU für unseren Export hat in den letzten Jahren noch zugenommen. Während von 2015 bis 2025 die gesamten bayerischen Aufuhren um 27 Prozent gestiegen sind, nahmen die Exporte in die EU-Partner um 46 Prozent zu. Dadurch konnten insbesondere die unterdurchschnittliche Exportwentwicklung in die USA und die Rückgänge der Ausfuhren nach China und in das Vereinigte Königreich mehr als kompensiert werden.

40 Prozent der bayerischen Exporte in die EU konzentrieren sich auf die drei Staaten Österreich, Frankreich, Italien. Auf Rang vier folgt Polen, dessen Bedeutung als Exportmarkt Bayerns kräftig gestiegen ist. Fast ein Fünftel des gesamten Exportwachstums Bayerns in die EU der letzten zehn Jahre entfällt auf dieses Land.

Autos und Maschinen sind die wichtigsten Exportprodukte

Die Struktur der Exporte in die EU ähnelt sehr der allgemeinen Exportstruktur Bayerns. Knapp 21 Prozent entfallen auf die Automobil- und Zulieferindustrie, 14 Prozent auf den Maschinenbau und neun Prozent auf elektrische Ausrüstungen. Einen überdurchschnittlichen Anteil weisen die Ausfuhren des Ernährungsgewerbes auf, da bei Lebensmittelexporten die räumliche Nähe eine große Rolle spielt.

Die stärksten Exportzuwächse in die EU konnten Produkte aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, Pharmaprodukte sowie elektrische Ausrüstungen und Lebensmittel verzeichnen. Die Ausfuhren der beiden größten Branchen – Automotive und Maschinenbau – sind leicht unterdurchschnittlich gewachsen.

Bayern steht vor allem mit den jeweiligen Nachbarstaaten im Wettbewerb

Die Studie enthält für die zehn größten Exportmärkte Bayerns in der EU jeweils ein umfassendes Länderprofil. Für nahezu alles Staaten ist Deutschland der wichtigste Lieferant. In den einzelnen Ländern sind vor allem die jewieligen unmittelbaren Nachbarländer die größten Konkurrenten Bayerns. Hinzu kommen China und zum Teil die USA.

Im Vergleich zu 2015 konnte Bayern lediglich in Ungarn seinen Marktanteil ausbauen. In Polen und Belgien blieb der Marktanteil Bayerns stabil, in den anderen betrachteten Ländern verlor der Freistaat Marktanteile. In nahezu allen Ländern konnte Polen seinen Marktanteil ausbauen, vielfach auch China, zum Teil auch die USA.

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