- Pressemitteilung
vbw zur „Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie“ der Staatsregierung:
Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat sich am Konsultationsverfahren zum ressortübergreifenden Entwurf einer Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie der Staatsregierung beteiligt.
„Wir begrüßen das Engagement der Politik im Bereich der Nachhaltigkeit. Die bayerische Wirtschaft nimmt ihre Verpflichtung für eine nachhaltige Entwicklung im Freistaat und dessen Grenzen hinaus sehr ernst. Mit unserer Beteiligung am Konsultationsverfahren bringen wir die Perspektive der Wirtschaft in den Entwicklungsprozess ein und weisen auf Defizite sowie die gleichberechtigte Bedeutung von Ökonomie, Sozialem und Ökologie hin“, so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Im Bereich Ökologie sieht die vbw beispielsweise eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Klimawandel als richtig und notwendig an. „Staatliche Regulierung, wie zum Beispiel einseitige Klimaschutzziele, die die Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit einschränken, lehnen wir jedoch ab“, sagt Brossardt. Auf dem Gebiet des Sozialen weist Brossardt auf die Bedeutung der Fachkräftesicherung hin: „Angesichts des Fachkräftemangels müssen wir die vorhandenen Beschäftigungspotenziale in unserem Land besser nutzen. Die Unternehmen leisten durch ihre Aus- und Weiterbildungsaktivitäten bereits einen großen Beitrag. Die Politik sehen wir in der Pflicht, mit dem Ausbau einer flächendeckenden Kinderbetreuung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.“ Im Bereich der Ökonomie fordert die vbw die Bayerische Staatsregierung auf, weiter an ihrer Ausgabendisziplin festzuhalten, die Rücklagen wieder auszubauen und als Basis künftigen Wachstums die öffentlichen Investitionen voranzutreiben.
Die vbw unterstreicht die Ansicht der Bayerischen Staatsregierung, dass eine zukunftsgerichtete Strategie nur gelingen kann, wenn Wirtschaft, Politik und Gesellschaft an einem Strang ziehen. „Alle gesellschaftlichen Gruppen müssen für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert werden. Jeder einzelne Bürger kann seinen Teil dazu beitragen, zum Beispiel, in dem er sich als Verbraucher für den Kauf nachhaltiger Produkte entscheidet“, sagt Brossardt.
