Pressemitteilung

vbw Studie: Hybride Unternehmen sind erfolgreicher

München, 01.09.2011 von Andreas Ebersperger Digitale Pressemappe
Brossardt: „Lösungen statt bloßer Produktangebote schaffen Wettbewerbsvorteile“

Hybride Geschäftsmodelle werden künftig Erfolgsfaktor für Industrieunternehmen sein. Darauf hat die  vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf Ihrem Kongress „Deutschland hat Zukunft! Industrie ist Zukunft“ hingewiesen, der sich mit der Zukunft industrieller Wertschöpfung befasste.

Hybride Unternehmen bieten nicht nur industrielle Produkte, sondern Gesamtlösungen an. Hierzu gehört zum Beispiel ein Dienstleistungspaket rund um das Produkt. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt umschrieb die Vorzüge hybrider Unternehmen wie folgt: „Wenn der Kunde die Versorgung mit Druckluft statt einen Kompressor oder er ein warmes Haus statt einer Heizung bekommt, dann profitiert er von einem hybriden Geschäftsmodell.“

Die vbw stellte auf dem Kongress eine Studie vor, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) für sie erarbeitet hat. Das IW hat dabei einen „Erfolgsindex“ errechnet. Danach sind hybride Unternehmen mit einem Wert von 105,6 erfolgreicher als solche mit einer nicht-hybriden Ausrichtung (100,0). Auch bei anderen Kriterien wie der Internationalisierung (84:64), der Forschung (56:39) oder der Innovation (76:58) erreichen hybride Unternehmen deutlich bessere Werte als nicht-hybride. Brossardt: „Hybridisierung ist ein wichtiger Standortfaktor im globalen Wettbewerb. Hier liegt Deutschland im Vorteil, denn unsere Unternehmen bringen die richtigen Voraussetzungen mit, um hybride Geschäftsmodelle erfolgreich anbieten zu können.“

Für vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt steht die Entwicklung hybrider Unternehmen erst am Anfang: „Erst 16 Prozent der Wirtschaft können in Bayern derzeit als hybrid bezeichnet werden, in Deutschland sind es sogar noch etwas weniger. Wir erwarten, dass sich dieser Prozentsatz in den nächsten fünf Jahren in Deutschland auf gut 20 Prozent, in Bayern auf bis zu 25 Prozent steigert. Viele Unternehmen wollen daher ihr zusätzliches Dienstleistungsangebot in den nächsten fünf Jahren ausbauen.“

Hybride Geschäftsmodelle bedürfen nach seinen Worten jedoch guter wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen. Brossardt forderte daher vermehrte Anstrengungen beim Ausbau der Infrastruktur und der Energieversorgung – gerade im Hinblick auf die bevorstehende Energiewende – sowie verstärkte Anstrengungen zur Fachkräftesicherung. „Ökonomische Bildung muss schon in der Schule einsetzen. Die Hochschulen sollten dem Querschnittscharakter hybrider Unternehmen durch mehr interdisziplinäre Studiengänge Rechnung tragen“, sagte Brossardt. „Hybride Geschäftsmodelle sind außerdem IT-intensiv. Wir brauchen daher leistungsfähige onlinebasierte Plattformen sowie die flächendeckende Versorgung des ländlichen Raums mit Breitbandnetzen.“

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  • Kurzfassung - Hybridisierung industrieller Wertschöpfung

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